
Liebe Freunde
Unsere Schule schließt diese Woche. Dann gehen alle Schülerinnen nach Hause.
Ich würde es sehr schön finden, wenn ihr die Schule präsentieren würdet.
Dafür noch ein paar Fakten:
Die Schule heißt The Sacred Heart Mukumu Gisl´s High School und befindet sich in Kaheyga. Die kleine Stadt ist ca. 30km entfernt vom Victoriasee, 10km nördlich des Äquators und liegt damit in der Western Province. Das Klima hier ist sehr tropisch. Im Gegensatz zum trockenen Norden Kenias, ist der Westen grün und regenreich. In der Schule lernen und schlafen 1300 Schülerinnen. Sie kommen aus ganz Kenia zu der Schule, weil es nicht viele passable Secondary Schools gibt. An der Schule unterrichten ca. 65 Lehrer und Lehrerinnen. Die Schulleiterin heißt Frau Ebby Kavai und die Deutschlehrerin ist Frau Millicent Kwena.
Die Schule wurde 1959 einer holländischen Schwester namens Ursuline gegründet. Die ersten Schülerinnen lernten im Januar 1959.
Motto der Schule: One Heart One Mind!
Die Vision der Schule: To mould an all round person who fit in society
Das Ziel der Schule: To attain academic excellence.
Die Secondary School in Kenia kostet im Jahr etwa 450 Euro. Das ist sehr, sehr viel Geld für die meisten Afrikaner. Deshalb können auch nicht viele Jugendliche die weiterführende Schule besuchen. Über die Ausstattung und die Struktur habe ich ja bereits in der ersten Mail geschrieben.
Die Ausstattung des Deutschraumes im miserabel. Im Vergleich dazu, wurde in den Französischraum viel Geld und Mühe investiert. Deshalb lernen die Schüler auch lieber Französisch. Nun sind viele Deutschschülerinnen aus Form 1 auch durch euch sehr motiviert. Im nächsten Jahr kann ich aber nicht vielen erlauben Deutsch weiter zumachen, weil einfach kein Raum und Material da ist. Ich würde die Schüler gerne unterstützen.
Schuladresse
The Sacred Heart Girls´s High School Mukumu
P.O. Box 118 Kahyega
Kenya
Ich schicke dir im Anhang noch ein paar Bilder. Vielleicht kannst du die auch irgendwie an meíne mama weiterleiten.
Die Form 2 arbeitet auch an einer Broschüre über die Schule. Diese kann ich dann mitbringen, wenn ich wieder komme.
Liebe Grüße auch im Namen von Frau Kavai, Frau Kwena und den Schülern,
Tina
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Spendenaufruf
Hallo ihr Lieben,
ich sende euch liebe Grüße aus der Sonne Afrikas.
Nun bin ich schon fast seit 2 Monaten in Kenia und habe mich in meiner Schule sehr gut eingewöhnt. Ich lebe hier sehr einfach, was mich hin und wieder vor große Herausforderung stellt. Der westliche Teil Kenias hat mich vom ersten Augenblick an begeistert: es ist wunderschön grün und frisch. Die Landschaft kann allerdings auch nicht das Bild der Armut trüben. Ich kann meine Eindrücke und Erfahrungen gar nicht in Worte fassen, weil es über das hinausgeht, was ich erwartet und gekannt habe. Die Bilder im Fernsehen waren halt nur Bilder und der Mensch ist leider nun mal sehr naiv. Die Kleidung der Kinder hat mehr Löcher als Stoff und gerade bei Regen frieren sie ungemein. Die Bäuche sind dick und die Augenhöhlen tief. Aber lachen tun sie fast immer. Am liebsten würde man einfach allen helfen, aber das geht nicht und diese Einsicht tut mir sehr weh. Die Hilfe aus den westlichen Ländern erreicht in den wenigsten Fällen diejenigen, die sie wirklich nötig haben und auch ich kann nur einen gaaaanz kleinen Teil beitragen. Aber ich kann es und ich möchte es unbedingt tun!
Was ich vorhabe:
Ich möchte gerne mit Hilfe der Schule den Deutschraum der Schule renovieren und ihn zu einem Raum machen ;-) Das momentane Zimmer ist nicht tragbar. Es fehlen die Fenster, und auch eine Tür gibt es nicht. Da es hier abends meist aus Eimer regnet und stark windet, werden wir regelmäßig nass und krank. Die Möbel sind so alt, dass die Schülerinnen lieber auf dem Boden sitzen. Das kommt sonst in keiner Klasse vor. Außer der Tafel gib es keine weitere Ausstattung. Ich möchte eine kleine Bücherei und einen Computerplatz errichten. Die Schülerinnen haben zu Schülern der Friedensschule Kontakt aufgenommen und die zwei Computer im Computerraum der Schule dürfen eigentlich dafür nicht genutzt werden. Die Schülerinnen haben Spaß an der deutschen Sprache und viele von Ihnen verfolgen sie nach der Schule weiter.
Vielleicht fragt ihr euch warum ich nicht erstmal denen helfe, die nichts zu essen haben: das frage ich mich auch! Aber wir können nur das tun, was nachhaltig und sicher ist. Aber wenn ich die Schüler hier sehe, ist das ganz sicher mehr als genug!
Natürlich werde ich alles sorgfältig dokumentieren, fotografieren und euch berichten.
Danke für euer Vertrauen
Außerdem möchte ich von Herzen 2 Schülerinnen unterstützen.
Ihre Namen sind Juliete und Melvin. Beides sind herausragende Schülerinnen an dieser Schule, die aufgrund ihrer Herkunft ab nächstem Jahr aber gezwungen sind die Schule zu verlassen. In Kenia ist zwar die Grundschule kostenlos, die weiterführende Schule allerdings kostenpflichtig. Diese beiden kämpfen gegen die Armut in ihren Familien und für Ihre eigene Zukunft. Es ist äußerst ersichtlich wie schwer die finanzielle Last auf Ihren Schultern ruht.
Ich würde mir wünschen, dass sich jemand findet, der eine Partnerschaft für die Kinder übernehmen würde. Es wäre toll, wenn die Schülerinnen monatlich unterstützt werden würden (dabei würden 40 Euro nach langem berechnen das Leben der Mädchen verändern). Die Hilfe würde 100% ankommen. Die Schülerinnen haben in der Vergangenheit gezeigt was in ihnen steckt und zur Unterstützung gibt es an dieser Schule einen sehr verlässlichen Lehrer und Mentor der Beiden. Es besteht die Möglichkeit den Kindern ein Konto zu eröffnen… Ich sehe hier erstmals die Möglichkeit tatsächlich was zu verändern!!!
Die Mädchen haben einen kurzen Brief über sich selbst geschrieben. Ein Bild hängt an. Juliette lernt erst das erste Jahr Deutsch ist aber überragend. So etwas habe ich noch nicht gesehen. Ich werde alle Mittel einsetzten um sie über das Goethe- Institut nach der Schule nach Deutschland zu bekommen. Melvin ist in meiner Geographieklasse, belegt Deutsch aber nicht. Sie nimmt gerade unterricht bei mir.
Natürlich könntet ihr mit den Schülern auch über das Internet kommunizieren und ich möchte auch die Familien der Schülerinnen besuchen und euch davon berichten.
Wenn sich jemand vorstellen können dieses Abenteuer einzugehen, dann lasst es mich bitte wissen. Ich wäre euch soooo dankbar.